Die Formen die im Ausbildungszentrum Nehringen gelehrt werden:
5 Elemente
Die 5 Elemente sind relativ kurze zusammenhängende Bewegungsformen, die im Tai Chi und Qi Gong gleichermaßen als Grundlagenwissen und Grundlagenbewegung von uns vermittelt werden. In Ausführung und Reihenfolge gibt es verschiedene Ansätze von denen bei uns die Variante angeboten wird: Feuer, Wasser, Holz, Metall und die Erde
24er Pekingform
Diese Übungsfolge beinhaltet 24 aneinandergereihte Bewegungsbilder aus dem "Schattenboxen" und wurde in den 50er Jahren in Peking kreiert. Ihre Choreographie basiert auf einer wesentlich längeren Übungsform des alten Yang-Stils und unterscheidet sich deutlich von den meisten anderen geübten Versionen heutzutage. Sie lehnt sich wieder an die ursprüngliche Form des alten Yang-Stils an, berücksichtigt die alte Schrittart, betont weite, gleichförmige Bewegungen und orientiert sich an den Bewegungsursprüngen aus der Kampfkunst.
108er Freihandform
Neben der 108er- Form von Meister Yang Zhengduo vermitteln wir auch die 81er- ( 85er- , 108er- ) Langform, Yang- Stil, von Meister Sun Shau Jyou aus Taiwan. Sie unterscheidet sich von der 108er- Form nach Yang Zhengduo dadurch, dass die Stände aufgerichtet sind und die Bewegungen runder ausgeführt werden. Wenn man auf die Form von Yang Chen Fu zurückgeht, den Vater von Yang Zhengduo, kann man die gemeinsamen Wurzeln gut erkennen.
Einzelwaffen
Nachdem der Tai Chi- Schüler Erfahrungen in einer Freihandform gesammelt hat, ist es eine interessante Erweiterung für ihn, eine Waffenform zu erlernen. Hierbei dient die Waffe dem Schüler als Verlängerung des Körpers und sollte nach ausreichender Übungspraxis als zugehörig empfunden werden. An unserer Schule kann die Schwert-, Säbel-, Stock- oder eine andere Einzelwaffen- Form erlernt werden, später macht es Freude, sich eine Form mit Doppelwaffen zu erarbeiten. Die Waffenformen werden meist dynamischer und schneller ausgeführt als die Freihandformen. Grundlegende Bewegungsmuster, die in der Handform zuvor erlernt wurden, fließen mit in die Waffenformen ein.
Schwertform
Das Schwert ist die berühmteste Übungswaffe im Tai Chi und begeistert insbesondere durch die Schönheit und Anmutigkeit der Bewegungsformen. Das Training mit einer alten Waffe dient heute als Methode der Selbsterfahrung und als Mittel zur Entwicklung von Kraft und Geschicklichkeit. Eine Waffe zu halten und ihrer Eigenart entsprechend zu führen, kräftigt allmählich die Muskulatur in den Händen, den Armen und dem Rumpf, entwickelt ein bewegliches Handgelenk und eine bewegliche Taille. Die Schwert-Form kann in fortlaufenden Kursen, Intensiv-Seminaren und Wochenendkursen erlernt werden. Aktuelle Termine entnehmen sie bitte der Seite "Termine".
Säbelform
Die 42-er Säbelform ist eine kaum bekannte Rarität im Waffenspektrum des traditionellen Yang-Tai Chi. Selbst für erfahrene Praktiker des Yang-Stils gehört diese Form sicherlich zu den interessantesten Geräteformen des alten Tai Chi überhaupt. Die Form ist das Bindeglied für die fortgesetzte Waffenpraxis von einer Waffe hin zu den Doppel-Waffen, auch Zwillings-Waffen genannt. Aufbauend auf die Ausführung mit einem einzelnen Säbel folgt die Praxis mit den Doppel-Waffen. Hierbei wird dieselbe Form mit zwei Waffen derselben Art ausgeführt. Die Choreographie enthält neben langsamen Elementen vorwiegend dynamische Kicks. Traditionell ausgerichtete Yang-Stilisten werden bekannte, altüberlieferte und vertraute Bilder vorfinden, in denen der Tiger und das Wildpferd ebenso eine Rolle spielen wie dominierend der Wirbelwind. Die Säbel-Form kann in fortlaufenden Kursen, Intensiv-Seminaren und Wochenendkursen erlernt werden. Aktuelle Termine entnehmen sie bitte unter "Termine".
Kurzstockform
Gelehrt wird die Tai Chi-Kurzstockform des Yang-Systems mit 66 Aktionen. Der Kurzstock gehört zu den kaum bekannten Übungsgeräten dieses Systems. Mit einer Länge von etwa 128 cm diente er einst Reisenden als Wanderstab und äußerst wirkungsvolle Waffe zur Selbstverteidigung. Das Holz ist stark und unbiegsam. Die Übungen sind schwungvoll, dynamisch und sehr belebend. In dem Seminar werden Grundübungen, Techniken und Prinzipien mit dem Tai Chi-Kurzstock vermittelt. Gezeigt und geübt werden "Seidenweber"-Übungen zur Entwicklung von feinen, verbindenden Bewegungen und Übungen zur Schulung in den Stockkampftechniken und des Fa-Jing, der Entladungskraft. Die Übungsform mit dem Tai Chi-Kurzstock wird in ihrer Endversion schnell und unter Einsatz von Fa-Jing, der Entladungskraft, ausgeführt. Hierbei wird aus einer sehr hohen Entspannungsphase heraus explosionsartig die Technik ausgeformt. Die Übungen mit dem Tai Chi-Kurzstock fördern die Entwicklung des Fa-Jing. Dem Übenden ist es aufgetragen, das Harte im Weichen zu suchen und das Weiche im Harten. Die Stock-Form kann in fortlaufenden Kursen, Intensiv-Seminaren und Wochenendkursen erlernt werden. Aktuelle Termine entnehmen sie bitte unter "Termine".
Der Langstock
Die Ausübung der 68er Langstock-Form ist anspruchsvoll und faszinierend und bereitet zudem effektiv auf das Erlernen anderer Langwaffen wie den Speer oder, seltener ausgeübt, die Hellebarde vor. Da Länge und Gewicht des Stockes variiert werden können, ist es möglich, sehr verschiedenartige Eindrücke bei der Ausführung der Form zu sammeln, was die Langstockpraxis besonders interessant macht. Gelehrt werden in unseren Langstock-Kursen Grundübungen, Techniken und die 68er Langstockform des Yang-Stils. Die Langstock-Form kann in fortlaufenden Kursen, Intensiv-Seminaren und Wochenendkursen erlernt werden. Aktuelle Termine entnehmen sie bitte der Seite "Termine".
Die Fächer-Form
Die Fächer-Form entstand zur Zeit des alten China, zu der den Untertanen der oberen Schichten das Erlernen einer Waffenkampfform untersagt war. Deshalb benutzten die Menschen geschickterweise ihre Fächer, mit denen sie sich anstelle einer richtigen Waffe üben konnten. Tatsächlich konnte man sich schließlich zum Teil mit Fächern, deren Stäbe gefährlich angespitzt waren, wirksam verteidigen. Da der Fächer dennoch keine solch effektive Waffe darstellte wie etwa der Dolch, war es erforderlich, dieses Manko durch perfekte Praxis auszugleichen, weshalb die Fächer-Form auch heute noch als besonders anspruchsvoll gilt. Die Fächer-Form wirkt vor allem durch ihren anmutigen Ausdruck und die dynamischen Sequenzen auf den Betrachter faszinierend, ebenso wie die lauten, peitschenartigen Geräusche, die beim Auffächern entstehen, und einst den Gegner einschüchtern sollten. Gelehrt werden in unseren Kursen die Grundlagen sowie die Ausführung der 42er Fächer-Form. Die Fächer-Form kann in fortlaufenden Kursen, Intensiv-Seminaren und Wochenendkursen erlernt werden. Aktuelle Termine entnehmen sie bitte der Seite "Termine". Der Griffel
Der Tai Chi- Griffel ist eines der ältesten Übungsgeräte der chinesischen Kampf- und Heilkunst und wegen seiner zum Teil relativ einfach zu erlernenden Übungen und der individuellen Anwendbarkeit bei jüngeren wie älteren Menschen sehr beliebt. Sie können im Stehen, Sitzen, Liegen, alleine und mit Partner, ausgeführt werden. Der regelmäßige Gebrauch des Tai Chi- Griffel wirkt entspannend und zentrierend, fördert die Beweglichkeit und Konzentration sowie die Wahrnehmung und Stärkung der inneren Kraft. Im therapeutischen Bereich wird die Praxis des Tai Chi- Griffel deshalb gerne angewendet.
Wind- und Feuerringe
Die etwa ein Kilo schweren Wind- und Feuer-Ringe zählen zu den Doppel-Waffen, sind als Tai Chi-Waffen bis heute jedoch kaum bekannt. Es heißt, sie wurden in früheren Zeiten zur Jagd, anschließend von den Mongolen im Kampf benutzt. Im Tai Chi lassen sich die Ringe sehr gut zur Entwicklung innerer wie auch äußerer Kraft benutzen- die beidseitige Belastung und die ausgewogenen und gut durchdachten Übungen trainieren den Körper stetig und effektiv. Die 24er Peking-Form, die in unseren Kursen gelehrt wird, ist durch langsame und schnelle Frequenzen geprägt und wirkt sehr kraftvoll. Wie beim Tai Chi-Kurzstock wird auch in dieser Form die Entwicklung der Entladungskraft ( Fa Jing ) gefördert. Die Wind- und Feuerringe-Form kann in fortlaufenden Kursen, Intensiv-Seminaren und Wochenendkursen erlernt werden. Aktuelle Termine entnehmen sie bitte der Seite "Termine".
Die Tigerhakenschwerter
Tigerhakenschwerter sind exotische Übungswaffen der chinesischen Kampfkunst, deren Entstehungsgeschichte ca. 2500 Jahre zurückreicht. Am gebräuchlichsten war einst der Umgang mit zwei Schwertern als Doppel-Tigerhakenschwerter oder Zwillings-Tigerhakenschwerter, doch konnten sie auch als Einzelwaffen benutzt werden. Die heutige Ausführung der Doppelwaffen-Form fordert vorangegangene Übungspraxis und besondere Achtsamkeit vom Schüler - verschmelzen in dieser beeindruckenden Form doch zehn Kurzwaffen zu einer einzigen: 2 Dolche, 2 Elchhörner, 2 Langschwerter, 2 Säbel und 2 Haken!
Schmetterlingsschwerter
Die Schmetterlingsschwerter, auch Schmetterlings-Messer genannt, sind die kurzen, „kleinen" Säbel Varianten der langen, „großen" Säbel (Breitschwerter). Diese „kleinen Zwillingsschwestern" der Säbel sind weitaus flexibler, schneller und wendiger. Es heißt, dass es die Shaolin-Mönche waren, die diese Waffe zur Verteidigung entwickelten. Die 42er-Waffenform des Yang-Tai Chi Chuan eignet sich hervorragend zur Ausbildung eines geschickten Umgangs mit den Schmetterlingsschwertern durch ihre von den Bildern des Wirbelwindes geprägte Choreografie. Anders als bei den anderen Waffen dominieren beim Gebrauch der Schmetterlingsschwerter die horizontalen Angriffs- und Abwehraktionen. Aber auch dicht und eng am Körper werden Techniken ausgeführt mit zum Teil recht kurzen und schnellen Bewegungen. Der Ausübende muss sich drehen und wenden, Fliehkräfte erzeugen, beschleunigen und wieder bremsen - einem entfesselten Tornado gleich, dessen Kräfte es zu bemeistern gilt.
Doppelsäbelform
Derjenige, der die 42er-Waffenform mit einem einzelnen Säbel bereits erlernt hat, kennt das Schritt- und Übungsmuster, praktisch die „Wegstrecke". Mit einem einzelnen Säbel zu üben, ist schon recht anspruchsvoll und verlangt ein großes Maß an Achtsamkeit, das Üben mit zwei Säbeln gleichzeitig aber ein Vielfaches mehr, wobei zumeist ein Säbel die Haupt- und der andere die Nebenwaffe darstellt oder mit einer Waffe abgewehrt und mit der anderen angegriffen wird. Durch den Einsatz von zwei Säbeln gleichzeitig entsteht ein Aktionsradius von mehr als drei Metern. In dieser Übungspraxis entfaltet sich eine unvergleichliche Dynamik!
Doppelkeulen
Das Üben mit den stumpfen, hölzernen Keulen ist anders als das Üben mit Schneidewaffen, die Klingen und eine Spitze haben. Die Keulen, auch Stäbe, Knüppel, kurze Stöcke oder Schlagstöcke genannt, muten als eigenständige Waffen innerhalb des großen Arsenals der traditionellen chinesischen Kampf- und Übungskünste zumeist weniger martialisch an. Dabei stellen die Keulen mit ihrer Bauart durchaus vollständige „scharfe" Waffen dar mit ganz eigenen charakteristischen Techniken: Plump, durchschlagend und stoßend. Einmal schwungvoll in Bewegung gebracht, ziehen die Hartholz-Keulen mit ihrem nicht gerade geringen Eigengewicht den Übenden in die Techniken hinein. Das warme, vertraute Element Holz mit seinem ausdehnenden, auf Wachstum ausgerichteten Charakter wird von dem Übenden leiblich spürbar und erfahrbar. So kann diese Kampfkunst zum Instrument der Selbstbeeinflussung und Therapie werden: Gemäß der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wirkt die Übungspraxis mit den Keulen gegen Lethargie, belebt, erfrischt und stärkt den gesamten Organismus und entwickelt das Yang-Chi.
24er Pekingform mit Partner
Die 24er-"Peking"-Form ist die weltweit am meisten praktizierte Freihandform des Yang-Stil Tai Chi Chuan. Die von uns gelehrte 24er-Form unterscheidet sich jedoch von den meist geübten Versionen. Unsere Variante lehnt sich wieder an die ursprüngliche Ausführung des alten Yang-Stils an, berücksichtigt die alte Schrittart, betont weite, gleichförmige Bewegungen und orientiert sich an den Bewegungsursprüngen aus der Kampfkunst. Für die 24er-Einzelform gab es bislang keine öffentlich bekannt gemachte Version einer Partnerform. Unsere Lehrer und Freunde Andrew Dabioch und Ingo Schmidt haben aus ihren Kenntnissen um die Anwendungen der alten Tai Chi Chuan-Techniken als Kampfkunst und den traditionellen San Shou-Formen (San Shou = „Ausbreitende Aktionen") eine entsprechende Partnerform für den Ablauf der 24er-Einzelform entwickelt.
Push Hands
Die Ausübung des Push Hands stellt eine wertvolle Bereicherung und Vertiefung der Tai Chi- Übungspraxis dar. Neben der Freude an der gemeinsamen Ausübung gewinnt der Schüler vor allem durch die Ausbildung von Geschicklichkeit und Reaktionsfähigkeit, der Schulung seiner Achtsamkeit und der Entwicklung eines tieferen Einfühlungsvermögens. Das Erlernen des Push Hands ist fester Bestandteil der Tai Chi- Lehrer- Ausbildung an unserer Schule.
Was passiert beim Stillen Sitzen?
Wir setzen uns in einen Kreis und werden still. Die Gedanken die aufsteigen werden losgelassen. Keine Verwicklung mit deren Inhalten, keine Geschichten, keine Zukunft, keine Vergangenheit, - einfach Sein -, dann entsteht Stille, Frieden und inneres Glück ohne äußeren Anlass. Inneres und Äußeres verbinden sich, ohne dass ein Haarbreit dazwischen wäre. Sei was du bist, All-Ein(s)-Sein - lacht - |